Cashback

Es ist nicht Wochenende aber ich habe seit etwa 30 Minuten meine Arbeit hinter mir gelassen und somit endlich Zeit mich in meiner freien Zeit auch noch vor die “Kiste” zu hocken…

Die “harten” Fakten:

  • rund 100 Minuten
  • zwischen 2006 und 2007
  • aus Großbritannien

Bekannte Schauspieler? Fehlanzeige.

Der Filminhalt bzw. sein Hauptanliegen/Hauptbeschäftigung zeigt der Trailer eigentlich schonmal ganz gut.

Der junge Mann leidet doch sehr unter einer kürzlichen Trennung und hat nun eklatante Schlafstörungen, die in dazu bringen, seinen Schlaf gegen bezahlte Arbeit zu tauschen.

Nicht zuletzt aufgrund des Schlafmangels kann der Protagonist, welcher aus der ich Perspektive die ganze Zeit berichtet, besondere Ereignisse wahrnehmen, sich vorstellen, konstruieren und erleben.

Es ist ein Philosophieren über Zeit, Arbeit und Liebe. Das ganze unter dem Motto: “Lebe dein Leben” oder “Lebe deinen Traum”

So entdeckt der junge Mann auch sein Talent (?) zum Malen wieder und wendet es an.

Neben dem ganzen Subtext geht es natürlich in der Handlung auch voran und die ist mal lustig, mal ruhig aber eigentlich immer nett anzusehn und nie langweilig.

Ich selbst bin auf den Film ebenfalls über eine Kritik aufmerksam geworden. Das Interesse wurde berechtigterweise geweckt, wie ich nun sagen kann.

Ansehen lohnt sich durchaus auch wenn man keinen weltverändernden oder weltbewegenden Streifen erwarten sollte.

Factotum

Wenn ich noch wüsste, wie ich zu diesem Film gekommen bin, würde ich es hier schreiben. So bleibt mir nur zu sagen, dass ich ihn irgendwann mal zwischen die Finger bekam und nicht zuletzt deswegen ansah, weil ich ja eigentlich bekanntlich alles gucke, was mir zwischen die Finger kommt. Das das Höhen und Tiefen mit sich nimmt, dürfte dem geneigten Leser klar sein und ist natürlich auch irgendwie logisch.

Der Film Factotum ist weder eine Höhe noch eine echte Tiefe. Er ist einfach da. Man schaut mehr oder minder interessiert über 90 Minuten einem dem Alkohol und den Frauen verfallenem Mann zu, der versucht sein Leben über diverse “Looser”-Jobs zu finanzieren, damit irgendwann einmal der große Schriftsteller aus ihm werden kann, für den er sich irgendwie hält.

Interessant ist vl. die Tatsache, dass der Film mehr oder minder wohl auf einer real existierenden Person namens Charles Bukowski basiert. Wobei diese Tatsache erst so richtig interessant wird, wenn man den Film dann mal tatsächlich gesehen hat…

Die Handlung ist recht…eingeschränkt. Eigentlich guckt man dem “Schriftsteller” beim Leben zu. Man macht alles mit. Sein Alkohol, sein Sex, seine Geschichten, seine Arbeit…alles. Das wars dann auch schon. Klingt nicht viel, is es auch nicht.

Der Film fängt irgendwo an und endet eigentlich auch irgendwo. Das macht ich keineswegs langweilig vielmehr wohl überflüssig. Aber er ist sicher keine alt zu schlechte Zeitverschwendung. Bevor man sinnfreies im Fernsehen guckt ist der Film immernoch ein Hauptgewinn!

Brillieren tut in dem Film übrigens, der mir sehr sympatische Schauspieler, Matt Dillon. Er spielt den “mir-ist-alles-egal” Charakter einfach perfekt. Ruhig, gelassen, ehrlich und nicht kalt, wenn auch brutal (ehrlich). So ist eigentlich auch der Film insgesamt. Ruhig und gelassen.

Also jmd. Lust auf entspannte Unterhaltung, welche ihre gewisse Komik in den Situationen und Reaktionen des Films hat? Keine komplizierte Story mit tiefem Sinn, einfach nur nen netter Film. Ich kann ihn nicht endgültig empfehlen, kann ihn aber auch niemanden abraten. In diesem Sinne: Macht was draus!