4xSample

gestern und auch schon am freitag war ja bekanntlich „rock im grünen“ 2007. wie seit ein paar jahren schon kostenlos und schon glaube ich immer im biesdorfer park in berlin. ab 15.30 uhr sorgten an beiden tagen new-comer-bands für rock-musik im freien. am samstag gab es zwischen den bands, quasi damit die umbaupause nicht endlose langeweile verursacht, einen pausenfüller. dieser pausenfüller wurde gestaltet von „4xSample„.

4xsample sind eine berliner beatbox gruppe, welche schon mehrfach deutscher meister im teambeatboxen geworden sind und unter ihnen weilt auch der amtierende deutsche meister im einzel beatboxen. z.b. die meisterschaften solcher mundsportarten kann man sich auf der homepage der seite als video ansehn und vor allem anhören. ebenso geht dies auf der, wie ich finde, etwas überladenen myspace-seite.

da ich sonst solcher musik eher wenig aufmerksamkeit widme, diesmal aber gott sei dank nicht entrinnen konnte, kann ich nur sagen, dass es echt geil und unglaublich ist, was mensch so mit seiner stimme machen kann. die auftritte bei rig (rock im grünen) waren in kleiner besetzung zu zweit, wobei oftmals auch einer von beiden alleine etwas vorgetragen hat. das ganze klang dann z.b. so Live-Mitschnitt von 4xSample bei Rock im Grünen (ca. 1:00 – 2:00 solo, 2:15 – 3:50 solo2, 5:00 – ende duo).

zunächst hört und sieht man dem ganzen ungläubig zu finde ich, denn bis man tatsächlich glaubt, dass dabei kein rythmusgerät oder sonstiges hilfsmittel zum einsatz kommt, dauert einen augenblick und selbst dann sucht man noch vergeblich die bühne und mischpult ab. ein mensch trägt mit allen instrumenten „no women, no cry“ vor. es klang einfach geil. leider kommt das auf der schön miesen aufnahme nicht rüber, deshalb guckt euch die videos von deren homepages an!

4xsample kann sich hören lassen. party is mit den jungs garantiert. wer mal in der nähe is und es sind deutsche meisterschaften im beatboxen oder einfach nur so ein beatbox-battle, dem kann ich nur nahelegen, da mal hinzugehn. das muss sehr geil sein.

Ein Stück Himmel über Kaulsdorf

vor nunmehr drei tagen zeigte sich nach einem langen ergiebigem regen einmal wieder die sonne. dank der natur und ihren möglichkeiten wurde dann ein regenbogen an den himmel gemalt, welcher seines gleichen suchte. ein blick von meinem balkon war schlicht überwältigend.

man stelle sich nun noch den geruch vor, welcher nach einem warmen regen im sommer vorherrscht und dann darf man das bild näher betrachten…

Von Ein Stück Himmel über Kaulsdorf

Rock für Links

kostenlos und draussen, mitten in berlin. das ganze garniert mit teils sehr unterhaltsamer und guter musik. das ist rock für links.

zeitlich stets einem wochenende um die nachmittagszeit, ist rock für links schon seit jahren eine regelmäßige veranstaltung im kulturellen zentrum der alternativen szene.

Rock für Links

dieses jahr ging es für uns nach lauschen der musik und betrachten der sportlichen aktivitäten einiger mitmenschen vor uns, über einen kurzen ausflug vor der bühne, zwecks rythmischer bewegnung zur musik, zu einer spontanen einweihunsaktion in eine neue berliner wg…

Tierpark Berlin

ich nehme mir mal wieder zeit für euch. die arbeit gönnt mir grad eine technische pause und somit nutze ich die zeit, um euch von meinem letzten besuch im tierpark zu berichten.

es war ein sonntag am ende mai. bekannt wurde der tag deshalb, weil genau an diesem datum ein neuer, demzufolge kleiner, elefant geboren wurde. doch dazu mehr später.

das letzte mal war ich im tierpark mit geschätzen 12 jahren. ergo vor ebenso langer zeit ungefähr. warum weiss ich nicht, aber es lag wohl daran, dass ich als kind sehr oft da war und als jugendlicher eher begrenzt das verlangen verspürte mir stinkende, eingesperrte tiere anzusehn. nun ja, mit dem alter kommt die ruhe und man entdeckt mehr und mehr die schönheit der natur. so dachte ich mir, es wäre mal wieder zeit die heimischen und nicht heimischen tiere in einer städtischen umgebung zu betrachten. gesagt, getan. die sonne ließ es sich nicht nehmen kräftig zu scheinen und so stand einem ausgiebigen tierparkbesuch nichts mehr im wege.

kosten tut der spass grad 11,00€/erwachsenen es gibt jedoch für nahezu alle nicht „otto-normal-verbraucher“ sondertarife. zeitlich schafft man fast alles anzusehn, wenn man sich einen sonntag lang zeitnimmt, allerdings wage ich es nicht zu vermuten, wie lange dies mit einem oder mehr neugierigen kindern dauern mag.

nach dem abdrücken des eintrittsgeldes und dem entwerten der ausgehändigten eintrittskarten geht es als, am besten mit hilfe eines tierparkplans, auf die „rundtour“. wir gingen also zunächst nach rechts über die adler zu den bären. dort konnte man mal knut in x jahren betrachten, was ein durchaus beeindruckender anblick ist. anschließend wurde vögel, esel, pferde und rentiere besucht, welche den weg zum „alfred-brehm-haus“ flankieren. dort kann man bei tropischer hitze und angemessenem geruch alle arten von raubkatzen beim abhängen im käfig beobachten. diese scheinen sich unendlich zu langweilen und nur der überlebenstrieb scheint sie dazu zu bringen, sich für die nahrungsaufnahme zu bewegen.

anschließend sollte das dickhäuterhaus von innen betrachtet werden, was jedoch durch verschlossene türen und ein schild „elefantengeburt“ verhindert wurde. so konnten wir ausgiebig die giraffen und draussen stehenden restlichen elefanten betrachten. ich hielt das schild für eine ausrede der reinigungskräfte und wir liefen ergo weiter um uns den verbleibenden rest der tieren anzuschaun. bereits in der u-bahn auf dem nach hause weg sollte sich diese entscheidung als fehler herrausstellen, da dort bereits bilder und brichte von dem kleinen elefanten zu sehen waren. nun gut, wir gingen also noch an moschussochsen und rehen vorbei zu den schlangen und schildkröten, um dann den heimweg anzutreten.

ich kann den tierpark von berlin in so fern empfehlen, dass sich wohl alle 10 jahre auch für einen erwachsenen ein besuch lohnt. es entspannt und ist teils einfach schön. besonders die monate april/mai/juni scheinen besonders geeignet zu sein, denn es werden allelei jungtiere geboren, was den blick auf z.b. drei tage alte rehkitze erlaubt. darüber hinaus ist es relativ menschenleer, was den besuch unter umständen angenehmer und einfacher macht. wen sowas nicht interessiert, der kann natürlich auch die andern monate zum besuchen verwenden.

wer immernoch nicht genug hat für den gibs noch die fotos:

Tierpark Berlin

Skazka Orchestra

neulich war im rosis ska-party und neben zwei floors mit musikalischer unterhaltung durch mindestens zwei dj’s, wurde die band „skazka orchestra“ angekündigt. los ging es offiziell 23 uhr, was den start des live-acts auf 24 uhr ermöglichte.

russen-ska nennt sich die von der band vertretene musikrichtung offiziell und das sehr viel anzutreffende russisch sprachige publikum bestätigte dies zusätzlich. auch waren alle texte auf russisch und die ansagen der band gleichfalls, was eine kommunikation jenseits der musik mit der band und dem publikum teils sehr schwierig gestaltete. nicht desto trotz war von der 5 minuten etwa party angesagt, welche sich gegen ende durch extremst schlechte luft im super belüfteten rosis bemerkbar machte. ca. 200 leute hatten auf dem grossen floor zwar nicht ausreichend platz um richtig frei zu tanzen, wohl aber um ausgelassen mit der band zu feiern. bis hin zur letzten reihe wurde getanzt, geklatsch, gejubelt (siehe Video).

der vorgestellte russenska klassifiziert sich dadurch, dass er meist sehr schnell und an polka, rumba erinnernd klingt. ein ufta-ufta-uftata geht einem mehr oder minder beim hören der musik zwangsläufig durch den kopf. dies ist auf keinen fall als negativ zu bewerten, jedoch hatte ich nach etwa 90 minuten auftritt durchaus das verlangen nach anderer musik.

auch wenn dieser wunsch von den dj’s danach leider nur durch zwar andere, aber meist schlechte musik ersetzt wurde, war der abend lohnend und wer mal von der band hört, sollte sich ein konzert zu einem ähnlich angemessenen preis (5€) nicht entgehen lassen.

1. Mai und Walpurgisnacht in Berlin

mal ein kurzer eindruck von teilen meines verbleibens während der beiden „feiertage“. begonnen am 30.04. auf dem boxhagener platz mit z.b. rolando random und anschließendem platz-„aufräumen“. danach das myfest in berlin kreuzberg und zu guter letzt wieder einmal rolando random. diesmal aber vor dem core tex in der oranienstrasse 3, ca. 100m neben den „krawallen“ (siehe Videos). wohl die bleibenste eindrücke dieses wochenendes bleiben die schönen mir noch neuen sprechchöre der „demonstranten“.

Top 1: „Ich kann nix, ich bin nix, gebt mir eine Uniform!“

Top 2: „Wir sind friedlich, was seit ihr?“

in diesem leicht progressiv, aggressiven sinne: bis zum nächsten jahr!

1. Mai und Walpurgisnacht in Berlin

Che Sudaka

eine herrlichen südamerikanische band namens „che sudaka“ möchte ich an dieser stelle einmal vorstellen, soweit mir das von meinen kurzen eindrücken (Che Sudaka – Live-Mitschnitt) möglich ist.

zum ersten mal habe ich die jungs im maschinenhaus der kulturbrauerei in berlin gesehn. dieses konzert im november 2006 war eine extrem geile party. ca. 100 leute im publikum die bis unmittelbar vor konzertbeginn in allen ecken des raumes chillten, waren unmittelbar nach dem ersten akkord hellwach und in tanzlaune. das konzert wird mir definitiv noch eine ganze weile in erinnerung bleiben, nicht zuletzt wegen den so günstig erworbenen cd’s (5€/stück).

vom ersten eindruck als geprägt, konnte mich nicht viel daran hindern, ein weiteres mal der band zuzuhören. so gedacht, so getan also beim spontanten unplugged konzert im raw-tempel am 23.04.07, quasi im anschluss an einen auftritt beim anti-g8-festival in berlin vom tag davor.

unplugged…bei einer ska-punk-reggea-salsa-mestizo-rock-und-viele-weitere-musikrichtungen band (nach eigener angabe) klingt das zunächst nach abenteuer. auch das verspätete (typisch südamerika) ankommen der band auf der bühne bestätigte den eher spontanen charakter des auftrittes. es machte regelrecht den eindruck, als ob sie noch auf der bühne absprachen trafen, was sie nun wie tun würden.

nach der absprache ging es dann aber gleich zur sache. im gleichen stil aber in abgewandelter form wurden also alle mehr oder minder mir bekannten che sudaka songs gespielt und das klang unplugged sogar teilweise cooler als sonst. man hatte manchmal zwar auch probleme das „orginal“ zu erkennen, aber nicht desto trotz war es herrlich anzuhörn und mitzufeiern.

che sudaka konzerte bedeuten immer party von band und publikum gleichermaßen getragen. die band legt fast nicht eher los, bis alle aufgestanden und sich nach ganz vorne bewegt haben. das dann automatisch auch alle lostanzen beim erklingen der ersten töne ist quasi dann normal. also wer auch immer mal die möglichkeit bekommt die band live zu erleben, dem kann ich nur raten dies zu tun, sofern die musikgeschmacksrichtung einem grundsätzlich zusagt.