Good Food, Bad Food

Wilder deutscher Untertitel: Anleitung für eine bessere Landwirtschaft

Interessanter Film (erfahren davon über irgendwelche Greenpeace-Quellen, zuletzt erwähnt hier: http://jakob.ybals.de/2011/11/08/man-nehme/). Es geht, um was sonst, um Nahrungsmittelproduktion (früher hieß das Landwirtschaft).

Eigentlich nichts wirklich neues und irgendwie schon tausendmal gehört? Ja, ich auch. Aber hab ihn trotzdem geseh und wieder einige interessante, kuriose und schlimme Dinge erfahren.

Schwerpunkt des Films (IMDB http://www.imdb.com/title/tt1600731/, 113 Minuten, Januar 2011, Frankreich, 6.9 Wertung) ist die Landwirtschaft bzw. dessen Auswüchse, wie wir sie heute erleben. Angefangen wird bei vermeintlichen Gründen, die die Interviewten bereits in den Spätfolgen des zweiten Weltkriegs sehen.

Nicht nur dies auch andere Thesen des Film scheinen mir etwas weit hergeholt oder aber eigentlich nicht relevant um zum Schluss des Films zu kommen.

Ein gut einstudiertes Wort im ganzen Film ist „multinationaler Konzern“. Etwas nervend aber die einzelnen, teils hoch dotierten, Sprecher aus allen Teilen der Welt kennen sich ja nicht und wussten wohl nicht, dass das bereits die 10 anderen vor ihnen gesagt haben.

Also, nicht alles Gold was glänzt. Aber trotzdem ein sehr informativer und interessanter Film. Sehenswert.

Erklärungen zu biologischem/ökologischen Landbau, mit einem Hang zum Altertümlichen aber auch das ist für den Schlusskonsens GsD nicht relevant.

Mir hat es obendrein Lust auf Gartenarbeit bzw. die erste eigenen Ernte gemacht 😉

Was ein wenig gefehlt hat ist eine kritische Hinterfragung von Viehhaltung aber das eben diese zu oft als positiv herausgestellt wurde, wäre das wohl zu schwer geworden.

Der Film macht mir Mut, Freude und Hoffnung, denn ich glaube wieder ein Stück mehr, dass ich zu einer Generation gehören werden, die grundlegende gesellschaftliche und globale Veränderungen erleben darf und diese sogar gestalten kann, sofern sie denn will und gelassen wird. Die Welt wird besser und das wegen uns, denn sie muss!

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Belphégor – Das Phantom des Louvre

OMG! Was war das? Man weiß es nicht. Man weiß es wirklich nicht.

Sophie Marceau
Sophie Marceau (Image via RottenTomatoes.com)

Rund 100 Minuten französischer Horrorfilm aus dem Jahre 2001 sollten es werden. Geworden ist daraus nichts.

Gut, der Trailer hätte einen vorwarnen können. Aber irgendwo bin ich mal über diesen Film gestolpert und was ich mir in den Kopf setzte wird leider meist auch irgendwann umgesetzt.

Worum geht es? Das sagt eigentlich schon der Titel. Ein Phantom treibt im französischen Museum Louvre sein Unwesen. Auch wenn das folgende nicht üblich ist, hier muss es als Warnung raus: Es handelt sich bis zum Schluß in der Tat um einen Geist auch wenn dieser teilweise im Körper eines Anderen oder einer Anderen gefangen gehalten wird.

Ein bissel drumherum Story gibt es auch, wobei einzig die Schauspielerin Sophie Marceau dadurch positiv erwähnt werden kann, dass sie durchaus gut aussieht und mir vollkommen unklar ist, warum sie in diesem Film mitspielt.

Also beim nächtlichen Spaziergang durchs Louvre, welches durch einen versehentlichen Tunnel betreten wurde wird man von einem Geist befallen, der aus dem alten Ägypten kommt und keine Ruhe finden kann…

Nur ein altes Ritual…

Ein bisschen wie „Die Mumie“ für Arme. Und das bei einem Film wie „Die Mumie“ zu sagen, muss schon was heißen…

Also gut, genug Platz im Internet für einen solchen Film verschwendet. Der Film „Belphégor – Das Phantom des Louvre“ ist nicht zu empfehlen und eine IMDB Bewertung von 4,4 ist glatt untertrieben.

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Ein Prophet

Zur Zeit gilt: Diclofenac makes my day…was mich aber nicht davon abhält zu arbeiten und zu bloggen…

In der IMDB immerhin eine 8.0 brachte dieser rund 150 Minuten lange, französische Film aus dem Jahre 2009. Er zählt damit laut den regelmäßigen Nutzer der Datenbak zu den 5000 besten Filmen dort. Das können nur etwa 5000 Filme von sich sagen…

Worum geht es? Ein junger Mann kommt wegen einer Lappalie in den Knast und lernt dort Leute kennen, welche ihn mehr oder minder dazu zwingen erst richtig ein Krimineller zu werden.

Fortan steigt er auf und auf und auf. Als „Sprössling“ des Gangsterbosses aus dem Knast wird er schnell in seinen Kreis der Vertrauten eingeweiht und gehorcht zwar stets, profitiert aber auch schnell von den Vorzügen.

Die ganze Zeit über genügt ihm aber diese Lakaien dasein nicht und er versucht von Anfang an mit allen eigentlich konkurrierenden Banden (im Knast und Ausserhalb) zu reden und Geschäfte zu machen.

Für wen er spielt, bleibt stets sein Geheimnis und eigentlich spielt er nur für sich, was aber erst gegen Ende im ganzen Ausmaß sichtbar wird.

Der Film ist spannend, brutal und wahrscheinlich relativ ehrlich, wenn sicher/hoffentlich auch nicht ganz realistisch. Er kratzt an gesellschaftlichen Migrations- und Integrationsproblemen Europas am Beispiel der Franzosen.

Die IMDB 8.0 finde ich leicht überzogen aber er ist absolut nicht schlecht und sehenswert, dass zeigen auch seine durchaus nennenswerten Preise, die er abbekommen hat. Von daher ist die Bewertung sicher nicht nur nötig um sich von dem ganzen Ramsch abzuheben, der unter 8.0 bewertet ist…

Genug erzählt, wer Lust auf typisch französischen, unverblümten, Gangster-/Drogen/Knast-Film hat, der soll sich den angucken. Keine leichte Kost aber ok.