Das Waisenhaus

Was ein Film und was für ein Unterschied zum letzten hier erwähnten (Belphegor – Das Phantom des Louvre)!

Der spanische (!) Horror-Thriller aus dem Jahre 2007 schaffte es mich fast seine gesamte Laufzeit von knapp über 100 Minuten regelrecht zu fesseln, auch wenn das Ende ein wenig enttäuschend war.

Auch nach dem erneuten Ansehen des Trailers laufen mir durchaus wieder kalte Schauer über den Rücken. Interessant hier bei, besonders beim direkten Vergleich mit dem vorher beschriebenen Film ist, dass er es schafft trotz surrealer Dinge, so realistisch bzw. glaubwürdig zu bleiben, dass man es kaum schafft zu abstrahieren, was dem Film natürlich unglaublich zu Gute kommt.

Es geht darum, dass eine junge Familie quasi zurück zu ihren Wurzeln geht. Genauer gesagt geht nur die Mutter zurück, denn sie zieht inkl. Anhang in das Waisenhaus, in dem sie groß geworden ist. Klingt erstmal etwas absurd, ist es auch aber nunmal hier die Story und das Waisenhaus ist natürlich seit vielen Jahren verlassen. Liegt dafür aber unmittelbar am Strand und in ruhiger Lage.

Na klar, es spukt im Haus. Aber das bekommt zunächst nur der Junge der Familie mit und läuft damit bei den Eltern nicht unbedingt immer offene Türen ein. Die „Wahnvorstellungen“ und neuen unsichtbaren Freunde nehmen auch noch zu und so langsam beginnen die Eltern sich sorgen zu machen.

Dann, nach einem Fest ist der Junge plötzlich verschwunden. Polizei, Freunde und Eltern suchen vergebens. Selbsthilfegruppen werden besucht aber die Mutter kann nicht glauben, dass ihr Sohn tot ist.

Um dem Spuk ein Ende zu machen (mittlerweile beginnt auch die Frau seltsame Dinge zu sehen/bemerken) beschließt der Mann umzuziehen und das alles hinter sich zu lassen. Die Frau hat inzwischen schon Hilfe von Medien und Dergleichen aufgesucht, die sie ermutigen ihren Weg weiter zu verfolgen, denn alle können Anomalitäten im Haus „messen“.

Der Showdown ist sehr gut gelungen und das Rätsel des verschwundenen Jungen wird gelöst… Das Ende selbst, wie gesagt, nicht mein Fall aber durchaus passend und von mir auch durchaus schwer besser zu konstruieren.

Ich finde der Film eignet sich Bestens um sich ein mulmiges Gefühl zu verschaffen. Selten so guten ruhigen Horror gesehn. Wer sowas mag: Ansehn!

Gemeine Antworten auf Kinderfragen

diesmal beantwortet von der Reihe (?) “Die kleinen bösen Bücher” von Onkel & Onkel aus Berlin.

  • Wie werden Babys gemacht?
  • Kann ich ein Haustier haben?
  • Wie macht man jemanden zur Schnecke?

Diese und andere Fragen werden anschaulich beantwortet. Garantiert nicht jugendfrei. Aber durchaus amüsant.

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Leider sehr kurzweilig, denn die 96 Seiten mit also rund 48 Bildern sind viel zu schnell zu Ende.

Optimal, wenn man mal wieder gegen 21 Uhr in den Sessel/auf die Couch fällt, nachdem die Kinder endlich schlafend im Bett liegen und man sich fragt, warum das Ganze. Dann kann man zumindest drüber lachen.

Ebenfalls eine sehr gute Toilettenlektüre und wird auch bei mir bald dort liegen, sobald dann eben das Bad groß genug ist, um solch ein Buch zu beherbergen ohne Platz für wichtigere Dinge wegzunehmen.

Wer sich unsicher ist, was er davon halten soll, dem hilft vielleicht in Blick ins Buch, welchen man hier tätigen kann. Viel Spaß!

Übrigens: Wer das Ding kauft unterstützt Berlin mit kleinem Geld inkl. Mehrwert und das obendrein ganz getreu dem Motto “Small, black & evil”.

Die Jugend von Heute

Neulich bei einem Sport-Quiz mit einer Kleingruppe von 2-3 Jährigen.

Q: Welches Tier ist schwarz-weiß?

A: Okapi

Nun gut, auch richtig. Aber darauf wollte ich nicht hinaus.

So was hätte es früher nicht gegeben! Alles nicht mehr so wie es mal war. Genau!

Angsthasen!

Ich kam heute in einer der grad länger dauernden S-Bahn-Fahrten in Berlin zu dem zweifelhaften Vergnügen mir eine ältere Ausgabe der Zeitung „Baby und Familie“ durchzulesen.

Ziel dieser „Recherche“ war ein Artikel über Erziehung, welche dem Kind ein gesundes Selbstvertrauen ermöglicht. Den Artikel selbst konnte ich relativ schnell soweit abnicken und musste feststellen, dass eigentlich nix Neues drin stand für mich und ich nur leider mal wieder schmerzlich dran erinnert wurde, dass Kleinkinder wohl doch noche keine Ironie verstehen, was zumnidest mir so manchen Spaß im Alltag nimmt 🙁

Beim Weiterblättern konnte ich dann aber irgendwann auf diese Statistik blicken:

Eltern und Experten
Eltern und Experten

Das hat mich doch einfach mal wieder zu sehr bestätigt, als das ich das kommentarlos überlesen/übergehen konnte. Das spiegelt irgendwie meine Alltagserfahrungen mit andern Eltern zu gut wieder. Diese Panik vor allem und jedem. Alles kann „das“ Kind schädigen, verletzten, krank machen und/oder negativ beeinflussen. Einfach herrlich, find ich. Die echten Gefahren lauern halt ganz wo anders und bei Problemen die nur zu oft kleingeredet werden oder gar keine Beachtung finden, wie z.B. „unausgewogene Ernährung“ oder „Dieselruß“.

Den Artikel werde ich schon alleine für mich öfters mal wiedervorziehen, wenn es wieder mal heißt „nicht in den Wald, da gibs so viele Zecken“ oder so ähnliches Zeug eben…