Kriegerin

Gut, ganz ok, nett. Irgendwo dazwischen würde ich den Film http://www.kriegerin-film.de/ einordnen.

Es geht um die junge rechts Szene in Deutschland bzw. ein paar Einzelschicksale daraus.

Ich hoffe und denke, dass der Film leider etwas stark überzieht mit der Art, wie man in Deutschland offen Nazi-Symbolik zur Schau tragen darf und getragen wird. Stelle mir das sowohl für Ausländer, als auch weltfremde Deutsche doch etwas zu drastisch dargestellt vor. So schlimm ist es auch im finstersten Mc-Pomm nicht, oder?

Abgesehn von der angesprochenen überzogenen Darstellung aber recht spannender Film mit Mord & Totschlag, schrägen Tattoos, dummen Sprüchen & Menschen, wilder Musik und viel Sinneswandel.

Was fehlt? Tiefgang. Irgendwie passiert alles recht oberflächlich und schnell. Der komplette Sinneswandel von Menschen wird dargestellt und das passiert in wenigen Minuten ohne, dass großartig Gründe dafür auftauchen bzw. dem Zuschauer transparent/nachvollziehbar dargestellt werden.

Man rast/stolpert also so durch den teils sehr extremen (Gewalt, Sex, Ausländerfeindlichkeit) Film und wird Zeuge einer unglaublichen Story. Und genau das ist das Problem, für mich ist die ganze Geschichte inkl. der Darstellung zu unrealistisch.

Hoffentlich bin ich nicht zu blauäugig…

Fazit für meine geneigte Leserschaft: Kein Film fürs Kino aber für nen DVD-Abend (keinen gemütlichen mit anschließendem “Kuscheln”) allemal ne gute Wahl auch wenn das hier nicht die ganze Zeit so klingt…

2046

Hallo mal wieder! Hab grad Zeit und noch ist es gefühlt zu früh zu Bett zu gehen…

2046? Nie gehört bzw. du kannst damit nix anfangen? Es ist ein Filmtitel. Stammt im Wesentlichen aus Hongkong/China und kam bereits 2004 in die Kinos.

Der Film soll “Der ultimative Liebesfilm” sein. Nun gut, ob er das wirklich ist, soll sich dann doch lieber jeder selbst ausmalen. Ich find’s absolut nicht aber gut.

Der dramatische Film geht rund 130 Minuten und wird nahezu ausschließlich von chinesischen Darstellern gespielt. Die Anzahl der tatsächlich im Film handelnden Personen ist dabei äußerst begrenzt. Ebenso die Fläche/Raum, der von den Personen begangen wird. Im Wesentlichen spielt der Film nämlich in einem Hotel und davon eigentlich auch nur in rund 3-4 Zimmern. Die Hauptdarsteller sind eigentlich auch nur 2-3. Ein Mann und zwei Frauen.

Der Mann ist Schriftsteller und schreibt die ganze Zeit an einem Buch, welches sein Leben in abgedrehter Weise wiederspiegelt. Der Titel des Buches ist 2046 und spielt auch in dieser Zeit. Der Film selbst spielt etwa in der Mitte des 20. Jahrhunderts (gelegentlich auch im Jahr 2046, wenn Inhalte des Buches direkt “verfilmt” werden

). Während des Films “hat” er diverse Frauen, wobei nur eine, seine Zimmernachbarin, wirklich ernsthaft ist.

Diese Zimmernachbarin (Zimmernummer 2046) ist dann auch die zweite wichtige Person des Films. Sie begibt sich in eine Art spielerischen Wettkampf mit dem Mann vom Nebenzimmer darum, wer die meisten Männer/Frauen nach Hause bringt. Dieser Wettkampf sorgt aber letztendlich für den Bruch zwischen beiden, denn eigentlich ist sie verliebt, bekommt diese Liebe aber nie ernsthaft erwidert.

Die zweite Frau ist die Tochter des Hoteliers. Sie ist unglücklich in einen Japaner verliebt (als Chinesin!). Den Kontakt zu ihm behält sie (nachdem die Eltern es verboten haben) über den Mann in Zimmer 2047. Sie und der Gast verstehen sich sehr gut und können einander viel geben (nicht körperlich!) und von einander nehmen.

Information © IMDb.com

Diese dreier Konstellation wird von diversen Faktoren/Menschen von außen beeinflusst (Exfreundin des Mannes, Liebesaffären der Frau, Freund der Hotelierstochter, Vater der Tochter, …). Eigentlich ist das das, worum es den ganzen Film lang geht. Der Film ist dementsprechend ruhig und verraucht (der Mann raucht eigentlich immer und wird gelegentlich von anderen “unterstützt”).

Der Film beginnt mehr oder minder ohne wirklichen Start (abgesehn von dem Mord, der schön blutig dargestellt wird) und endet irgendwie unbefriedigend offen, ohne das wirklich was passiert wäre. Es mag sein, dass die Gefühle der Protagonisten dabei ganz doll achterbahnfahren aber das kommt nur bedingt rüber. Ich hab die ganze Zeit auf den Startschuss zur Handlung gewartet…

Nun ja, was bleibt? Bei weitem nicht das, was “Der ultimative Liebesfilm” mir erhofft hatte, sondern einfach nur nen Film über Liebe und Sex und wie schwierig es sein kann, dass zu trennen.

Ich wills nicht beschreien aber ich finde den Film überflüssig und ihr solltet eure Zeit besser verschwenden also euch den anzusehn.

Vielleicht ist der Film im Zusammenhang mit seinem “Vorgänger” “In the Mood for Love” besser aber leider werde ich das erst bald beurteilen können, denn ich wusste vorher nicht, dass die Filme lose zusammenhängen. Also bald werd ich den “Vorgänger” ansehn und dann wird man abschließend urteilen können aber weder freue ich mich auf den Vorgänger, noch glaube ich wird der groß was an meiner Meinung über “2046” ändern…

Goodbye Bafana

Lang ist es her, dass ich diesen Film sah, doch ich hab seit langem mal wieder nen fast freien Abend und da dacht ich mir, ich schreibe mal meine Kritik zu dem Streifen. Für mich als Erinnerung und für den Rest der Welt, der es lesen mag.

Goodbye Bafana wurde 2007 veröffentlicht und schaffte es meines Erachtens aber nie wirklich wahr genommen zu werden. Vl. wurde er ein wenig erwähnt, als er auf den Filmfesten lief aber mehr hat er wohl nie wirklich erreicht. Wie ich drauf gekommen bin? Ich glaube ich habe in einer (Film-)Zeitschrift davon gelesen und mich spontan dazu entschieden diesen Film einmal (näher) anzusehn.

Als dann also mal wieder ein Abend wie dieser frei war machte ich mich daran das knapp zweistündige Drama zu gucken.

Der Trailer läßt das Thema schon frei und macht auch deutlich, dass es sich um ein Ernstes handelt. Apartheid in Afrika. 60er Jahre und Nelson Mandela. Dazu noch 21 Jahre Gefängnis. In einem Satz: Der Film stellt die Gefangenschaft von Nelson Mandela auf einer Gefangeneninsel in Afrika incl. seines speziellen Wärters dar.

Der Film ist langsam aber nicht zu langsam. Eher ruhig und wichtig. Manchmal etwas zu detailliert aber nicht zu überladen. Eigentlich genau richtig. Ein gelungenes Finale, auch wenn dies quasi vorhersehbar war, wenn man ein wenig Geschichtskentnisse mitbringt. Das ist es auch, was dargestellt wird. Geschichte. Der brutale Alltag der Apartheid. Ehrlich erschreckend und für mich als jungen Mitteleuropäer kaum bis gar nicht vorstellbar.

Menschlichkeit wird ein wenig vermittelt aber im Vordergrund steht schon der geschichtliche Wandel. Die Erkenntnis der Weißen, dass Farbige eben gleichwürdige Menschen sind. Aus dem rassistischen Gefängniswärter wird ein Humanist. Er stellt nach und nach fest, was ihn verbindet mit dem Schwarzen und stellt umso mehr fest, dass sie eigentlich nichts trennt und das es eben ein Mensch ist, wie er selbst.

Dieser Wandel ist quasi das Thema des Films. Das wird zu Beginn vom Rassismus im Leben aller bestimmt und geht gegen Ende in völliger Harmonie (abgesehn von ein paar (dummen) Alten) auf.

Was bleibt am Ende? Gott sei Dank ist das alles vorbei! Man ist nicht klüger (oder nur ein wenig, was das Leben von Nelson Mandela betrifft) aber positiv gestimmt. Dieser blinde Hass auf andere Menschen ist Geschichte. Das beruhigt ungemein und hilft auch in Zukunft bei Anzeichen von Rassenhass sofort zu intervenieren. In sofern: Wer daran zweifelt, dass farbige Menschen gleichwürdig sind, dem wird auch der Film nicht mehr helfen können. Alle anderen: Ein schöner, sehenswerter, menschlicher Film mit guten Schauspielern.

Final Destination 2

Dieser Film ist nun schon eine ganze Weile in meiner Erinnerung aber zu Recht. Ich habe inzwischen sogar alle drei Teile der Trilogie gesehn und muss sagen, dass sie mir besser gefällt als so manch andere im ähnlichen Genre und Machart (z.B. Scream).

Der nun besprochene Teil 2 erschien bereits 2003 und versprach bereits im Trailer, sich von der Story bzw. dem Hintergrund treu zu bleiben.

Es geht diesmal nicht um ein Flugzeug bzw. dessen Absturz, sondern um einen durchaus sehenswürdigen Autounfall. Sagen wir mal besser eine waschechte Massenkarambolage.

Ein paar Freundinnen sind mit dem Auto unterwegs und da hat eine von ihnen eine Vision. Darin sieht sie den Unfall mit all seinen Folgen. Eingeleitet wird dieser nicht zuletzt durch ein Manöver der Frauen in ihrem Jeep. Eingeleitet ist vl. übertrieben aber doch zumindest in seinem Verlauf entscheident beeinflußt.

Aus Angst der Traum könnte Wirklichkeit werden wird alles daran gesetzt, den Unfall zu verhindern. Als dies dann aber schließlich gelingt, ist alles andere als Ruhe und Glück allen Unfallbeteiligten auf den Fersen. Niemand geringeres als der Tod selbst verlangt nun sein Tribut und holt sich die Totgeschriebenen Stück für Stück durch unterschiedlichste Unfälle zurück.

Dem Mädchen mit der Vision fällt dies auf und sie findet nach Recherchen im Internet auch schnell herraus, dass dies keinenfalls das erste Mal ist, dass so etwas geschieht. Sie nimmt dann Kontakt zu dem Mädchen auf, welches im ersten Teil der Trilogie die Vision hatte und als einzige überlebt hat. Diese lebt jedoch nun in eine Nervenklinik, denn natürlich hat ihr nie jmd. die Story geglaubt.

Nach ein wenig einfühlendem Gespräch kann die „Neue“ das Vertrauen der „Alten“ gewinnen und sie verrät ihr, wie sie damals vorgegangen ist, damit man dem Tod enkommen kann. Der Tod scheint einer Liste zu folgen. Die Reihenfolge bleibt also gleich. Der der beim Unfall zu erst gestorben wäre, denn erwischt nun auch zu erst ein Unfall im Leben und so weiter. Der letzte Tode ist somit ein Hinweis darauf, wer der nächste sein wird.

Leider ist die Vision zwar schön detailiiert im Film dargestellt (einfach geil dieser Crash), es fehlen jedoch manchmal wichtige Details oder es sind schlicht Erinnerungslücken vorhanden. Jedenfalls bleibt eine gewisse Unsicherheit vorhanden, wer denn nun als nächstes bei dem Horrorcrash gestoben wäre. Diese Unsicherheiten kosten während des Films noch so manchen sein grad zurückgewonnenes Leben…

Auch wenn das sicher nicht alles sonderlich wegreißend klingt, so ist doch an der Final Destination Reihe irgendwas besonderes. Sie ist stehts unterhaltsam. Ein wenig Horror ist immer dabei und die Menschen kommen auf sehr „schöne“ Art und Weise um, dass muss man einfach mal so sagen. Das ist vl. auch das, was Die Reihe so besonders macht. Man freut sich regelrecht auf den nächsten Todesfall. Besonders im dritten Teil wird das ins Extreme getrieben.

Wer den ersten Teil nicht kennt, keine Angst, es wird alles nochmal lang und breit erklärt und die Story steht völlig losgelöst da. Wer also auf einen definitiv unterhaltsamen Horrostreifen steht und ein wenig Mädelsgekreische (im Film) abkann, der ist mit FInal Destination 2 gut aufgehoben. Freunde des Komödie-/Romatik-/Action-Genres, welche dem Horro eher skeptisch bis feindlich gegenüberstehen sollte die Finger von lassen. Actinreich lohnenswert ist vl. noch der Anfang mit seiner, wie schon erwähnt, sehenswerten Unfallinszenierung.

Wer auf den Appetit gekommen ist, der sollte sich anschl. den dritten Teil nicht ersparen. Den hab ich mir sogar als DVD geholt. In der absolut empfehlenswerten Fassung mit interaktiven Spiel. Die ist, wenn der dritte Teil, ein muss! 5-10 Freunde einladen, DVD rein und Spaß haben.

Fear and Loathing in Las Vegas

Wer diesen Film nicht kennt, der kennt Johnny Depp nicht. Wer widerrum Johnny Depp nicht kennt, der guckt entweder nie Filme oder Fernsehen oder ist einfach noch zu jung, damit er das geistig hinbekommt. Anders kann man wohl ein Nicht-Kennen dieses Menschen nicht wirklich erklären.

Alle die meinen J. Depp zu kennen aber den Film, welcher den Titel des Artikels trägt, nicht kennen, sollten ihn sich schnellstens antun!

Worum geht es im Film? Fakt ist, die eigentliche Handlung ist nicht schwer zu definieren, nein, sie verschwimmt auch im Hintergrund. Sie ist eigentlich auch egal. Der Film handelt mehr oder minder von einem Lebensgefühl. Es geht um Unmengen von Drogen. Diese werden von den beiden Hauptakteuren (zweiter ist Dr. Gonzo aka Benicio del Toro) den ganzen Film lang in großen, unüberschaubaren Mengen konsumiert. Wo das passiert, sagt der Titel.

Die Wirkung dieser Drogen bestimmt logischerweise damit die gesamte Wahrnehmung und zunehmends auch das gesamte Verhalten und Handeln der Darsteller. Wo zu Beginn noch ein Auftrag, ein Ziel und ein Plan vorhanden ist, ist zu guter Letzt nur noch ein Fluchtweg aus dem vollständigen Chaos vorhanden. Wobei auch dieser eher entsteht, als geplant worden zu sein.

Der Film stellt die unterschiedlichen Drogen, welche eingeworfen/-gezogen/-geraucht werden, bzw. dessen Wirkung dar. Dies geht von „normalen“ Halluzinationen über zu Wahnvorstellungen, die in vollständigem tagelangem Realitätsverlust enden. Die „armen“ Protagonisten wachen mehrmals nach ihren Trips in völligem Chaos auf…

Die Wikipedia-Seite zum Film (*Klick*) verrät, dass der Film auf einer Buchvorlage gedreht wurde und das von niemand geringerem als Terry Gilliam. Auch dort läßt sich, mit Hilfe der niedergeschriebenen Zitate aus dem Buch/Film, schon mehr sagen als so mancher langer Satz von mir sagen könnte.

Der Film stellt die Drogentrips dermaßen gut dar, dass man zwar zum Teil Lust darauf bekommt wenigstens ein paar davon selbst einmal auszuprobieren aber er zeigt auch gut, wo das hinführen kann und wird somit seiner vl. gewollten abschreckenden Wirkung gerecht.

Wer mal herzlich lachen will und das über solchen Humor kann, der ist bei diesem Film genau richtig. Er sollte allerdings schon wenigstens 16 Jahre als sein, denn über so machen Witz sollte man einfach früher noch nicht lachen können. Darüber hinaus ist die ein oder andere Einstellung auch für jüngeres Publikum ungeeignet. Der Rest: Keine Angst, es ist nicht einer von diesen „langweiligen“ Kifferfilmchen. Der Film hat echt eine extreme Abgedrehtheit, wie sie mir schwer fällt in Relation zu einem anderen zu sehn. Er ist schlichtweg krank. Man merkt die Monty Python Einflüße. Er lebt von den Hauptdarstellern und der Zeit der 70’ger Jahre. Drogen, Party, Geld, Sex, Autos, Sonne, Glücksspiel, Kunst…Leben…

Die mehr als zwei Stunden Filmzeit vergehen, wie im Fluge. In diesem Sinne, keine Zeit vergeuden und ansehn, wer ihn nicht kennt. Wer den Film kennt, wird ihn mit Sicherheit immer mal wieder gerne neu gucken und nicht zuletzt das spricht für ihn!