An deiner Schulter

Schöner Film! Eigentlich reicht das aber in meinem Interesse für später und vl. auch im Interesse meiner geneigten Leser werde ich die “Filmkritik” mal ein wenig ausweiten.

An deiner Schulter beginnt eher tragisch. Es scheint so, als ist nach langer Ehe einer Frau incl. Töchter der Mann weggerannt. Wäre da nicht der Nachbar, welcher etwa im Alter der Ehefrau & Single, plötzlich diese Situation ein wenig für sich entdeckt, hätte wohl sehr schnell der Freund Alkohol das Leben der entsetzten, verlassenen, verzweifelten Ehefrau bestimmt.

Doch soweit lassen es weder der sympatische Nachbar noch die stets gut gelaunten 4 Töchter kommen. Die Kombination aller Charaktere macht letztendlich den Film zu einer Komödie und über fast 2h sehenswert.

Die Story ist damit im Wesentlichen oder besserhinreichend schon erzählt. Nachdem also ihr Mann weg ist, beginnt die Frau alles alleine zu schmeissen und das gelingt mal mehr mal minder gut und auch die Töchter haben alle so ihre Probleme mit der Mutter und miteinander.

Der Ex-Footbalstar-Nachbar bringt in diesen “Frauenhaufen” genau den Wind, den der Film braucht um nicht zu sehr dem einen Geschlecht zu verfallen. Auch wenn die Herausforderung groß ist, als Gegengewicht für 5 Frauen zu dienen, so gelingt sie doch zumindest so gut, dass ich nur wenig Momente hatte in denen mir das Frauengekreische/-gequatsche wirklich auf den S*** ging.

Das Ende ist dann nochmal sehr überraschend und in sofern gut gelungen, dass man damit nicht im Ansatz gerechnet hat und das Ende damit aus vielen vergleichbaren Filmen dieses Genres rausfällt. Positiv wohlgemerkt.

Runde Sache und ideal für ne leichte Unterhaltung am verregneten Sommertag-/abend. Viel Spaß!

Ein ungezähmtes Leben

Der Abend/Tag an dem ich diesen Film gesehen habe liegt nun wohl auch schon nicht mehr nur 14 Tage hinter mir aber wie immer schaffe ich es auch dafür irgendwann meinen Senf zum Film dazuzugeben und sei es nur, damit ich für mich später feststellen kann, ob ich den FIlm schoneinmal sah und wie er mir gefiel…

Ein ungezähmtes Leben ist ein knapp 110 Minuten langer Film von 2005. Die Hauptrollen können sich mit Jennifer Lopez, Morgan Freeman, Damian Lewis und Robert Redford durchaus sehen lassen. Ich finde es fast schon erstaunlich, dass der FIlm durchaus kaum beachtenswert in meiner Erinnerung angepriesen wurde als er in die Kinos kam.

Worum geht es? Der oben anschaubare Trailer verrät es im Wesentliche. Eine Frau flieht mit samt Tochter vor ihrem Ehemann, der die Sprache der Gewalt zur normalen Umgangsform gegen sie erhoben hat. Die Flucht geht zu dem letzten dem sie trauen kann und von dem sie hofft, dass er Ehemann sie dort nie findet. Ins beinahe nichts. Eine Ranch mitten in Amerika, eine gute Autostrecke vom nächsten Dorf entfernt.

Die Familie als letzter Rückzugsort. Ihr Schwiegervater. Sein Sohn und ihr Ex-Mann ist tot. Der neue ein Schläger und der Kontakt seit dem Tod alles andere als lebhaft. So geht es denn auch erstmal darum vorsichtig Kontakt aufzunehmen.

Quelle: Getty Images

Quelle: Getty Images

Wichtiger Fakt ist noch, dass der Schwiegervater dort nicht alleine auf seiner Ranch wohnt, sondern mit einem alten Freund, welcher schwer verletzt und krank gepflegt werden muss, ihm aber in jedem Fall eine willkommende Gesellschaft ist.

Nach ersten Anlaufschwierigkeiten kann sich eine gesunde Beziehung zwischen Opa, Mutter, Tochter und dem Freund entwickeln. Dabei wird jeder Charakter im Film kurz ausführlich beobachtet bzw. filmisch erläutert. Die dabei fortschreitende Handlung ist nun soweit, dass dem eingekehrten Frieden der Ehemann der Frau in die Quere kommt.

Er hat sie aufgespürt und bittet natürlich zunächst um Vergebung und verspricht das nie wieder zu tun…

Die Frau fällt darauf jedoch nicht mehr rein und sofort stellt sich wieder seine brutale Seite zur Schau. Der Showdown ist natürlich wenig spektakulär und man konnte ihn erwarten, jedoch gehört er zu einem solchen Drama auch ein wenig dazu.

Der Film ist ein netter Zeitvertreib an einem verregneten Samstagnachmittag. Man ist anschließend nicht klüger/dümmer/hübscher oder was man sonst nach einem Film sein könnte. Er zeigt einfach Menschen in Familie und dabei ein wenig idyllische Landschaft. Er hat keinen echten Höhepunkt. Die Handlung läuft dahin. Man verpaßt also bei dem Film nichts aber man nimmt auch keinen Schaden.

Wer also Lust auf entspanntes Familiendrama hat, wie schon erwähnt ideal für einen verregneten/kalten Wochenendentspannungstag, kann zugreifen.