Persepolis

Mal wieder was nicht aus dem Mainstream geguckt und es hat sich gelohnt. Zeichentrick für Erwachsene (und ohne pornografischen Hintergrund).

Rund 95 Minuten dauert der Comic, welcher fast ausschließlich in schwarz-weiß gezeichnet wurde. Bereits 2007 wurde er in Frankreich seinem Ursprungsland und Deutschland veröffentlicht. Gewann sogar in Cannes nen Preis.

Die Autorin, welche aus dem Iran stammt und nun in Frankreich lebt und dort die Comics und den Film gemacht hat, wird wohl mindestens einen Teil ihres Lebens in dem Film verarbeitet haben. Der Film dreht sich nämlich um ein kleines Mädchen, welches die ersten Lebensjahre im Iran während der Revolution dort verbringt. Ebenso der anschließende Iran-Irak-Krieg, welcher zumindest mir nicht wirklich im Kopf war (ca. 1 Mio. Tote!).

Sie verbringt dann, nicht zuletzt Aufgrund der post-revolutionären Entwicklung (der Iran wird zum islamischen Staat, siehe tagesaktuelle Politik), ihre Jugend in Österreich (Wien). Kehrt dann nach vielen Irrungen in den Iran zurück, jedoch nur um in schlussendlich wieder zu verlassen in Richtung Frankreich, wo sie dann wohl später nen Comic aus ihrem Leben macht…

Der Film ist also eine sogenannte Coming-Of-Age-Story. Immer mit dabei der politische und gesellschaftliche Hintergrund im jeweiligen Land. Dabei wird klar, wie wichtig besonders in harten Zeiten die Familie sein kann, sofern man zu dieser ein Verhältnis hat. Gut dargestellt ist zu diesem Thema der Unterschied zwischen familiärer Wahrnehmung westlicher und nicht-westlicher Jugendlicher.

Hauptthema bleibt jedoch die politische Situation und Entwicklung im Iran, welche für die Protagonistin stets lebenswegweisend ist. So erhascht man einen kurzen intenvsiven und tiefen (Ein-)Blick auf ein Land und sein Inneres und das eben von einem Land, welches die Wenigsten besuchen können/wollen/dürfen und welches sonst nur durch Medien aufgenommen wird.

Die 8.0 Wertung in der IMDB halte ich für völlig berechtigt. Der Film lohnt sich. Ernstes Thema sehr gut informativ und gefühlvoll umgesetzt.

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Ski- & Snowboard-Urlaub 2009 in Kappl (Österreich)

Auch dieses Jahr ging es, wie schon im Letzten, nach Österreich oder genauer gesagt nach Kappl zum Snowboarden und Ski fahren.  Ebenfalls identisch war die Reisezeit, nämlich die erste Märzwoche. Der Rest war schon ein wenig anders und am Ende sogar ganz besonders anders…

Skiurlaub 2009 in Kappl

Nach dem mehr als üblichen Hinreisestaus und einer Abhohlung der fünften Reiseperson aus St. Anton (ja, dem besungenen St. Anton) ging es in ein kurz vor Kappl gelegenes Nest namens Unterholdernach.

Dort angekommen wurde auch nicht lange gefackelt und wir fünf Männer machten uns erstmal daran, gleich noch am inzwischen späten Anreisetag, die ersten Einkäufe zu erledigen und alles startklar für den ersten Ski-/Snowboard-Tag zu machen. Dazu gehörte z.B. die im vorraus geliehenen Boards bei Sport Huber und die Helme bei InterSport abzuholen.

So ausgestattet ging es dann am ersten Tag gleich los nach Kappl auf die Piste. Ein anfangs Mutiger von uns versuchte sich einen halben Tag auf dem Snowboard gab sich dann aber seiner Unfähigkeit geschlagen und wechselte wieder auf die vertrauten Ski. Das hatte den Vorteil, dass wir schnell alle unsere halbwegs vertraute Form & Fitness wieder gewinnen konnten und so fast stets zu fünft die Pisten runterjagen konnten.

So verging die Woche wie im Flüge. Einen Tag machten wir noch einen Abstecher nach Ischgl und einen anderen nach Galtür. Ischgl ist gigantisch aber auch unübersichtlich und überbevölkert. Galtür ist ein wenig zu klein/lahm. Rentnerskigebiet trifft das ganze recht gut würd ich sagen.

Nach einem Tag von ca. 9.00 Uhr bis 16.30 Uhr auf der Piste ist man Abends in unserem “Alter” nicht mehr ganz auf der Höhe, was dazu führte, dass die Apré-Ski-Partys in unserer Bleibe eher klein gehalten wurden. Nicht desto trotz ein runder, sportlicher Urlaub…bis auf eins: Einer von uns musste am letzten Tag beweisen, dass er der wohl beste Snowboarder von uns fünfen ist…naja, immerhin gibs ein Video vom Sprung…inzwischen ist er in Berlin im Krankenhaus und läßt sich seine (an-)gebrochenen Wirbel flicken…bislang sieht GsD aber alles danach aus, als ob das nochmal vollständig gut gegangen ist.

Glück auf und bis zum nächsten Jahr liebes Snowboard!