Angsthasen!

Ich kam heute in einer der grad länger dauernden S-Bahn-Fahrten in Berlin zu dem zweifelhaften Vergnügen mir eine ältere Ausgabe der Zeitung „Baby und Familie“ durchzulesen.

Ziel dieser „Recherche“ war ein Artikel über Erziehung, welche dem Kind ein gesundes Selbstvertrauen ermöglicht. Den Artikel selbst konnte ich relativ schnell soweit abnicken und musste feststellen, dass eigentlich nix Neues drin stand für mich und ich nur leider mal wieder schmerzlich dran erinnert wurde, dass Kleinkinder wohl doch noche keine Ironie verstehen, was zumnidest mir so manchen Spaß im Alltag nimmt 🙁

Beim Weiterblättern konnte ich dann aber irgendwann auf diese Statistik blicken:

Eltern und Experten
Eltern und Experten

Das hat mich doch einfach mal wieder zu sehr bestätigt, als das ich das kommentarlos überlesen/übergehen konnte. Das spiegelt irgendwie meine Alltagserfahrungen mit andern Eltern zu gut wieder. Diese Panik vor allem und jedem. Alles kann „das“ Kind schädigen, verletzten, krank machen und/oder negativ beeinflussen. Einfach herrlich, find ich. Die echten Gefahren lauern halt ganz wo anders und bei Problemen die nur zu oft kleingeredet werden oder gar keine Beachtung finden, wie z.B. „unausgewogene Ernährung“ oder „Dieselruß“.

Den Artikel werde ich schon alleine für mich öfters mal wiedervorziehen, wenn es wieder mal heißt „nicht in den Wald, da gibs so viele Zecken“ oder so ähnliches Zeug eben…

An deiner Schulter

Schöner Film! Eigentlich reicht das aber in meinem Interesse für später und vl. auch im Interesse meiner geneigten Leser werde ich die „Filmkritik“ mal ein wenig ausweiten.

An deiner Schulter beginnt eher tragisch. Es scheint so, als ist nach langer Ehe einer Frau incl. Töchter der Mann weggerannt. Wäre da nicht der Nachbar, welcher etwa im Alter der Ehefrau & Single, plötzlich diese Situation ein wenig für sich entdeckt, hätte wohl sehr schnell der Freund Alkohol das Leben der entsetzten, verlassenen, verzweifelten Ehefrau bestimmt.

Doch soweit lassen es weder der sympatische Nachbar noch die stets gut gelaunten 4 Töchter kommen. Die Kombination aller Charaktere macht letztendlich den Film zu einer Komödie und über fast 2h sehenswert.

Die Story ist damit im Wesentlichen oder besserhinreichend schon erzählt. Nachdem also ihr Mann weg ist, beginnt die Frau alles alleine zu schmeissen und das gelingt mal mehr mal minder gut und auch die Töchter haben alle so ihre Probleme mit der Mutter und miteinander.

Der Ex-Footbalstar-Nachbar bringt in diesen „Frauenhaufen“ genau den Wind, den der Film braucht um nicht zu sehr dem einen Geschlecht zu verfallen. Auch wenn die Herausforderung groß ist, als Gegengewicht für 5 Frauen zu dienen, so gelingt sie doch zumindest so gut, dass ich nur wenig Momente hatte in denen mir das Frauengekreische/-gequatsche wirklich auf den S*** ging.

Das Ende ist dann nochmal sehr überraschend und in sofern gut gelungen, dass man damit nicht im Ansatz gerechnet hat und das Ende damit aus vielen vergleichbaren Filmen dieses Genres rausfällt. Positiv wohlgemerkt.

Runde Sache und ideal für ne leichte Unterhaltung am verregneten Sommertag-/abend. Viel Spaß!

Kleinkind überrollt…

…klingt krass oder? Ist es auch.

So in etwa war die Überschrift aus ner Berliner Tageszeitung vom 19.06.2009.

Die 23-jährige Fahrerin eines Autos aus dem Elbe-Elster-Kreis hatte das Kleinkind, das sich hinter dem Fahrzeug befand, beim Ausparken nicht bemerkt und überfahren. Laut Polizei handelt es sich um ein […] Mädchen. Die Eltern des Kindes waren bei dem Unglück in unmittelbarer Nähe. […]Unklar ist, wie das Mädchen hinter das Auto gelangte.

Gegen die Fahrerin, die keinen Alkohol getrunken hatte, werde wegen fahrlässiger Tötung ermittelt, hieß es.

Wow, dachte ich als ich den letzten Satz las. Ich meine die Fahrerin ist 23. Also eine junge Frau. Die überfährt ausversehn ein kleines Kind, was sie unmöglich hätte sehen können. Die gute wird nie wieder richtig Aus-/Einparken, wenn überhaupt Autofahren können. Das ist, finde ich, mit das Schlimmste, was einem Autofahrer passieren kann. Man überfährt einen Menschen. Dann noch ein Kind. Die Vorwürfe an sich selbst dürften den großen Teil der Gefühle ausmachen.

Doch warum wird dann gleich wegen fahrlässiger Tötung ermittelt? Ist das Pflicht? Ich meine der Artikel ist nicht sonderlich lang und ausgeschmückt und wenn doch, dann an Stellen die völlig irrelevant sind.

Ich jedenfalls spreche den Eltern mein tiefsten Beileid aus und wünsche der Fahrerin gute Besserung. Den Ermittlungsbehörden empfehle ich dringends diese Akte ins Archiv zu räumen.

Ski- & Snowboard-Urlaub 2009 in Kappl (Österreich)

Auch dieses Jahr ging es, wie schon im Letzten, nach Österreich oder genauer gesagt nach Kappl zum Snowboarden und Ski fahren.  Ebenfalls identisch war die Reisezeit, nämlich die erste Märzwoche. Der Rest war schon ein wenig anders und am Ende sogar ganz besonders anders…

Skiurlaub 2009 in Kappl

Nach dem mehr als üblichen Hinreisestaus und einer Abhohlung der fünften Reiseperson aus St. Anton (ja, dem besungenen St. Anton) ging es in ein kurz vor Kappl gelegenes Nest namens Unterholdernach.

Dort angekommen wurde auch nicht lange gefackelt und wir fünf Männer machten uns erstmal daran, gleich noch am inzwischen späten Anreisetag, die ersten Einkäufe zu erledigen und alles startklar für den ersten Ski-/Snowboard-Tag zu machen. Dazu gehörte z.B. die im vorraus geliehenen Boards bei Sport Huber und die Helme bei InterSport abzuholen.

So ausgestattet ging es dann am ersten Tag gleich los nach Kappl auf die Piste. Ein anfangs Mutiger von uns versuchte sich einen halben Tag auf dem Snowboard gab sich dann aber seiner Unfähigkeit geschlagen und wechselte wieder auf die vertrauten Ski. Das hatte den Vorteil, dass wir schnell alle unsere halbwegs vertraute Form & Fitness wieder gewinnen konnten und so fast stets zu fünft die Pisten runterjagen konnten.

So verging die Woche wie im Flüge. Einen Tag machten wir noch einen Abstecher nach Ischgl und einen anderen nach Galtür. Ischgl ist gigantisch aber auch unübersichtlich und überbevölkert. Galtür ist ein wenig zu klein/lahm. Rentnerskigebiet trifft das ganze recht gut würd ich sagen.

Nach einem Tag von ca. 9.00 Uhr bis 16.30 Uhr auf der Piste ist man Abends in unserem „Alter“ nicht mehr ganz auf der Höhe, was dazu führte, dass die Apré-Ski-Partys in unserer Bleibe eher klein gehalten wurden. Nicht desto trotz ein runder, sportlicher Urlaub…bis auf eins: Einer von uns musste am letzten Tag beweisen, dass er der wohl beste Snowboarder von uns fünfen ist…naja, immerhin gibs ein Video vom Sprung…inzwischen ist er in Berlin im Krankenhaus und läßt sich seine (an-)gebrochenen Wirbel flicken…bislang sieht GsD aber alles danach aus, als ob das nochmal vollständig gut gegangen ist.

Glück auf und bis zum nächsten Jahr liebes Snowboard!